Wichtiger Hinweis für unsere Kunden, insbesondere Hausbesitzer und Grundeigentümer

 

Wir weisen all unsere Kunden, insbesondere die Hausbesitzer und Grundeigentümer in unserem Versorgungsgebiet, auf die Bestimmungen über die Benutzung von Wasserrohrleitungen als Erder hin:

 

BESTIMMUNGEN ÜBER DIE BENUTZUNG VON WASSERROHRLEITUNGEN ALS ERDER

 

Durch die zunehmende Verwendung elektrisch nicht leitender Werkstoffe (Kunststoffe) in Wasserrohrnetzen und Wasserverbrauchsanlagen können Wasserleitungen nicht mehr oder nur noch bedingt als Erder oder Schutzleiter für Starkstromanlagen benutzt werden. Dieser Stand der Technik wurde von dem Verband Deutscher Elektrotechniker (VDE) in der Neufassung von VDE 0190 "Bestimmungen für das Einbeziehen von Rohrleitungen in Schutzmaßnahmen von Starkstromanlagen mit Nennspannungen bis 1.000 V" berücksichtigt. Von Sonderfällen abgesehen dürfen in elektrischen Verteilungsnetzen und Verbraucheranlagen Wasserrohre ab 01.10.1970 nicht mehr als Erder und nicht mehr als Schutzleiter benutzt werden. Bestehende Benutzungen dieser Art müssen unverzüglich umgestellt werden.

Im Versorgungsgebiet der VSE ist als Schutzmaßnahme gegen zu hohe Berührungsspannungen die Nullung nach VDE 0100 zugelassen

Für die Erdung des Nullleiters der Verteilungsnetze werden die Haupt- oder Anschlussleitungen der Wasserrohrnetze von der VSE nicht benutzt. Bestehende Verbindungen dienen lediglich dem Potentialausgleich. Die Verteilungsnetze der VSE genügen bereits den neuen Bestimmungen VDE 0190.

 

Anders liegen die Verhältnisse bei den elektrischen Verbraucheranlagen, für welche die Neufassung VDE 0190 eine wichtige Bestimmung geworden und von den Installateuren zwingend zu beachten ist. In bestehenden Anlagen werden Wasserrohre noch als Erder und Schutzleiter verwendet. Der Einbau von Kunststoffrohren in die Wasserhausanschlussleitung erfordert eine Überprüfung und Umstellung der elektrischen Installationsanlage im Haus. Dies muss unbedingt vorher durch einen im Installateurverzeichnis der saarländischen Elektrizitätsversorgungsunternehmen eingetragenen Installateur geschehen, damit eine Gefährdung der Anlagenbenutzer durch hohe Berührungsspannung vermieden wird. Ist der Einbau der Kunststoffrohre bereits erfolgt, so sollte aus gründen der Unfallverhütung auf eine nachträgliche Prüfung nicht verzichtet werden.

Bei der Umstellung sollen Wasserverbrauchsanlagen, das sind Rohrleitungen hinter Wasserzählern oder Hauptabsperrvorrichtungen, in den Potentialausgleich einbezogen werden, und zwar durch Verbindung mit dem Schutzleiter bzw. Nullleiter der Starkstromanlage.

 

Da nach VDE 0100 der Errichter der Anlage für die Durchführung der Schutzmaßnahmen und damit für die Folgen unvorschriftsmäßiger Installationen verantwortlich ist, dürfen nach den "Allgemeinen Bedingungen für die Versorgung mit elektrischer Arbeit aus dem Niederspannungsnetz des Elektrizitätsversorgungsunternehmens "Vereinigte Saar-Elektrizitäts-Aktiengesellschaft" alle derartigen Arbeiten nur durch eingetragene Elektroinstallateure durchgeführt werden 

 

Die KDÜ GmbH ist gegenüber den Anliegern für die aufgrund der Verlegung von Kunststoffwasserleitungen entstehenden Kosten für die Wiederherstellung einer ordnungsgemäß funktionierenden Erdleitung nicht ersatzpflichtig.